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Wie anfangen ohne Lehrer?


Tja. Da liegt es nun, das gute Stück. Und keiner weiß, wie man da Lieder herausbekommt. Ein bischen den Balg auf- und zugemacht ein paar Knöpfe gedrückt. Oje! Wer soll das verstehen. Irgendwie macht das Ding sogar noch verschiedene Töne, je nachdem ob man drückt oder zieht. Ein Knopf macht gar keine Töne... Aber es sieht gut aus. Fast chick, würde ich sagen. Aber was nützt es, wenn ich nicht drauf spielen kann? Das können wir ändern. Ich habe mir mit diesem Tutor zum Ziel gesetzt, einen Einstieg für den wirklichen Anfänger zu bieten. Also selbst wenn Du noch nie ein Instrument gespielt hast. Wir kriegen das schon hin. Du wirst lachen: So fremd Dir Deine Konzertina jetzt vorkommt; es ist ein wirklich tolles Instrument mit sehr vielen Vorzügen. Es ist zum Beispiel recht klein. Verglichen mit einem großen Akkordeon (ich weiß, wovon ich spreche). Man kann es locker mal in den Rucksack schmeißen, und ab geht's zur nächsten Session (Und wenn's nur "Happy Birthday" für Oma ist). Man kann auch unterschiedlich laut darauf spielen. Ja! Du wirst lachen. Auf Flöten, Trompeten, etc. ist das garnicht so einfach, wenn überhaupt möglich. Dadurch hat man u.a. auch die Möglichkeit einzelne Töne zu betonen, also rhythmisch zu spielen. Du kannst auch mehrere Töne gleichzeitig spielen. Auch das können zum Beispiel alle Blasinstrumente nicht. Sprich: Du kannst Akkorde und sonstige Tonanhäufungen spielen. Dies wiederum heißt, daß Du mit dem Instrument auch begleiten kannst. Dich beim Singen, oder andere beim Singen oder Spielen. Ein weiterer Vorteil ist, daß die Konzertina, obwohl sie so klein ist, trotzdem einen Raum mit ihrem Klang ausfüllen kann. Ein weiterer Vorteil, den Du jetzt natürlich noch nicht kennen kannst: Du hast zwei Hände! Ja, ich weiß, die hast Du schon seit der Geburt. Aber Du kannst mit beiden auch spielen. Und zwar nicht so, wie auf dem Akkordeon, daß Du mit einer Hand die Melodie und mit der anderen Hand die Begleitung durch Bässe und Akkorde spielst, also Dich auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren mußt, sondern Du spielst mit beiden Händen die Melodie. Dadurch kannst Du teilweise Dinge wesentlich besser oder eleganter spielen, als das zum Beispiel mit einem diatonischen Knopfakkordeon möglich ist, auf welchem man die Melodie nur auf der rechten Seite (der Diskant-Seite)  mit einer Hand spielt. Damit hängt noch eines zusammen: Die Konzertina hat lauter einzelne Töne auf den Knöpfen - in gleicher Weise links und rechts. Dadurch verfällt man als Anfänger nicht so schnell in diesen Akkordeon Um-Ta-Ta-Sound, der durch die fertigen Akkorde auf der Bass-Seite des Akkordeons zustande kommen. Man ist also relativ frei, und auch Änfängerstücke können auf der Konzertina schon recht pfiffig klingen.
Ach ich könnte noch Stunden erzählen, (wenn ich nur wüßte was...) aber ich will Dir ja helfen das Spielen zu erlernen. Also müssen wir doch zur Sache kommen.
Es ist natürlich immer am besten, wenn man jemanden hat, der das Instrument schon spielen kann. Dies kann ein Lehrer sein, oder ein Freund (ja... auch beides!). Ich hatte weder einen Lehre, der Konzertina spielen konnte, noch einen Freund oder Bekannten. Also was habe ich gemacht? Ich habe im WWW einfach nach Informationen über die Konzertina gesucht. Und ich bin schier übeschüttet worden mit Informationen. Einen Teil habe ich gesammelt und versucht auf meinen Webseiten zu bündeln und noch einmal geordnet darzustellen. Auch die meisten Informationen in diesem Tutor stammen aus dem WWW. Aber ich hatte es trotzdem schwer aus der Masse von Informationen für mich das Wesentliche herauszufinden. Vor allem am Anfang. Und ich habe auch Dinge falsch gemacht (dazu später mehr). Damit Du wenigstens andere Dinge falsch machst, und nicht die meinen auch nochmal, habe ich dies geschrieben.