neu hier
#1
Hallo miteinander,

ich bin neu hier und will mich kurz vorstellen. Da ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen meine geliebte Gitarre nicht mehr spielen kann, bin ich auf die Idee gekommen, dass vielleicht eine Konzertina was für mich sein könnte. Schliesslich macht man bei der Wirbelsäulen-Isometrie ja auch viel mit Arme auseinanderziehen und zusammendrücken... Warum das nicht mit Musik verbinden?  Big Grin

Bei meiner Recherche bin ich zum Ergebnis gekommen, dass eigentlich eine Duet Concertina das wäre, was ich suche. Bei den Preisen musste ich dann allerdings kräftig schlucken.

Übergangsweise habe ich mir nun gebraucht ein recht ungewöhnliches Instrument geholt, das auf der rechten Seite wie beim Klavier gleichtönige chromatische Tasten hat (zugegebenermaßen kein allzu großer Tonumfang) und links einige wechseltönige Knöpfe, mit denen man allerdings leider doch sehr auf einzelne Tonarten festgelegt ist. Ein Umbau auf andere Töne ist nicht so einfach, oder?

Das Instrument kam - vermutlich dank der Hitze - leider auch quasi in Einzelteilen bei mir an, so dass sich als erstes die Frage stellt: Wie baue und klebe ich das am besten wieder zusammen? Mach ich das selber, geb ich es weg? Wenn ich es selber mache, welchen Leim nehme ich?

Ich werde mich hier also erst einmal ein bisschen durchlesen und bin dankbar für Eure Tipps.

Viele Grüße,
Anke
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#2
(07.07.2015, 14:51)Anke schrieb: Hallo miteinander,
[...]
Übergangsweise habe ich mir nun gebraucht ein recht ungewöhnliches Instrument geholt, das auf der rechten Seite wie beim Klavier gleichtönige chromatische Tasten hat (zugegebenermaßen kein allzu großer Tonumfang) und links einige wechseltönige Knöpfe, mit denen man allerdings leider doch sehr auf einzelne Tonarten festgelegt ist. Ein Umbau auf andere Töne ist nicht so einfach, oder?
[...]
Viele Grüße,
Anke
Hallo Anke,
schau mal im alten Forum: http://forum.konzertina.org/showthread.php?tid=489
Eventuell ist es das selbe Instrument, das immernoch herumgereicht wird. ;-)

Gruß, Klaus
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#3
Hallo Klaus, 

das ist ja lustig. Das könnte durchaus sein. Ich bin gespannt, wie ich mit dem Instrument zurechtkomme - mit Noten wollte ich sowieso nicht spielen, sondern eher improvisieren.

In jedem Fall muss ich das Instrument erst mal wieder reparieren (lassen). Für Tipps wäre ich da sehr dankbar. Hat schon mal jemand eine zerfallene Konzertina selber geleimt? Welchen Leim nimmt man da am besten, oder lässt man das doch besser machen?

Viele Grüße,
Anke
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#4
hallo anke....

herzlich willkommen bei den  konzertinasüchtigen!!!

oh oh... wat haste dir da angelacht *gg
erfahrungsgemäß würde ich dir zu einem handzuginstrumentenbauer für die reparatur raten....
sicherlich kann man manches selber machen, aber vieles geht eben nicht...
zumal so ein instrumentenbauer gut sagen kann, ob sich die restaurierung lohnt oder nicht.....

grüßle
der tanzigel ( der auch noch ein instrument im konzertinakrankenhaus liegen hat *gg)
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#5
Hallo tanzigel,

danke für den Willkommensgruß. Smile

Hm, weisst Du, soooo schwierig sieht das eigentlich nicht aus, den Leim zu ersetzen (wenn ich denn wüsste, welcher Leim der richtige ist - oder ob es einen gibt, den ich mal zum Testen nehmen kann und den man bei einer richtigen Restaurierung im Zweifelsfall aber auch problemlos wieder entfernen könnte). Der Rest sieht eigentlich so weit okay aus. Aber grade, weil das Instrument halt doch etwas älter aussieht, weiss ich nicht, ob das Frevel ist, da selber Hand anzulegen...

Andererseits will ich eigentlich wirklich mit dem Instrument erst mal testen, ob das was für mich wäre - und ich vermute, dass so eine Reparatur beim Fachmann ganz schön ins Geld geht. So was macht man eher, wenn man klar weiss, dass man das Instrument eine ganze Weile spielen will oder beim Wiederverkauf die Reparaturkosten wieder einigermaßen hereinholen kann. Und beides ist bei dem "Wanderpokal" ja nun nicht ganz so klar...

Also, konkrete Frage:
Gibt es irgendwelche Leim-Empfehlungen für einen Leim, der fürs erste hält, sich bei einer späteren Restaurierung/Umbau aber auch wieder entfernen lassen würde? Also irgendwas, womit ich das Instrument ne Weile antesten kann, aber womit ich mir keine Optionen für die Zukunft verbaue?

Viele Grüße,
Anke
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#6
ich mache sowas mit propellerleim (wasserfester holzleim, bindan-p z.b.?) ...

stell doch mal ein bild vom malheur ein... dann kann man die situation besser beurteilen...
problematischer als irgendwelche holzteile kleben sind schäden an den stimmzungen...
und ja, reparaturen beim fachmann sind aufwändig und somit auch teuer...
allerdings habe ich die erfahrung gemacht, dass  es sich immer lohnt, mal einen blick darauf werfen zu lassen...
meist können die dann ne hausnummer sagen oder raten gleich  von einer reparatur ab.... 

ich finde auch, dass die preise der werkstätten sehr variieren...
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#7
(07.07.2015, 14:51)Anke schrieb: Das Instrument kam - vermutlich dank der Hitze - leider auch quasi in Einzelteilen bei mir an, so dass sich als erstes die Frage stellt: Wie baue und klebe ich das am besten wieder zusammen? Mach ich das selber, geb ich es weg? Wenn ich es selber mache, welchen Leim nehme ich?
Hallo Anke,

"in Einzelteilen" ist keine so konkrete Angabe, dass ich etwas raten könnte. Welche Materialien müssten miteinander verklebt werden? Gibt es ein Foto der Einzelteile?

Normalerweise ist ein Instrument hitzebeständig. Die Konzertina auch. Ich habe nie gehört, dass eine Gitarre ab einer bestimmten Temperatur zerfällt.

Was genau ist deinem Instrument passiert?

Gruß, Klaus
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#8
Hallo Anke,

Deine Frage nach dem Leim will ich mal beantworten: Bei alten Konzertinas wurde Knochenleim verwendet. Dieser hat wohl auch den Vorteil, dass er sich wieder entfernen lässt. Auch hochwertige alte Instrumente werden heute noch mit Knochenleim restauriert. Da sich der Kleber bei Feuchtigkeit löst, kann es auch sein, dass Deine Konzertina nicht wegen Hitze, sondern wegen Feuchtigkeit zerfallen ist. Das könnte dann aber auch negative Auswirkungen auf die Stimmzungen gehabt haben.
Wo man den Knochenleim bekommt, und wie man ihn genau verarbeitet, da habe ich leider keine Erfahrungen. Er muss vor der Verarbeitung erhitzt werden und hält nach dem Kleben erst einen Tag später. Wenn der Kleber fest ist, dann ist er ziemlich hart und kann bei Bedarf z.B. mit einem Schraubenzieher weggebröselt werden. Als es noch keine synthetischen Klebstoffe gab, und das ist kaum ein Jahrundert her, war das wohl der einzige Kleber, den es gab.
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#9
Hallo miteinander und sorry,

irgendwie sind die Antworten ganz an mir vorbeigegangen. Also, mit Verspätung: Danke Euch für Eure Tipps!

Ich mache mich bei Gelegenheit mal schlau, wie ich hier Fotos einstellen kann. Es müsste Holz mit Holz verleimt werden - genauer genommen sieht das wie Balsaholz aus, weshalb ich mich nicht so recht trauen würde, beim Verleimen mit größerem Druck zu arbeiten. Der Verkäufer hat mir inzwischen auch angeboten, das für mich zu kleben. Es sieht eigentlich für mich nicht so aus, als sei da etwas feucht geworden. Eine Stimmzunge ist aus einem anderen Material und sieht abgeschliffen aus, da hat wohl schon mal jemand dran gebastelt...

Die Frage, was dem Instrument passiert ist, kann ich nicht beantworten. Es kam mehr oder weniger schon so bei mir an - zwei, drei Töne konnte ich ihm noch entlocken, dann kam kein Ton mehr und stattdessen fing es im Inneren an zu klappern. Beim Aufschrauben zeigte sich dann das Malheur.

Jetzt muss ich aber noch was anderes berichten:

Mein Auktionsfinger hat letztens noch mal gezuckt und ich habe noch eine Konzertina erstanden, mehr oder weniger auf gut Glück (weil ich dachte, wenn man günstig an eine Lachenal & Co kommt schadet das sicher nicht...). Jetzt hat es sich herausgestellt, dass ich da wohl eine einfache 35 key Crane Duett geschossen habe und ich bin ganz glücklich. Eine Duett war nämlich das, wonach ich eigentlich gesucht habe. Ein Handriemen fehlt, ein Ton kommt beim push nicht und sie röchelt ein klein wenig, aber insgesamt bin ich grade richtig happy. Smile Ich glaube, bei der würde ich mir schon überlegen, ihr vielleicht einen Restaurateur zu gönnen. Irgendwelche Empfehlungen im süddeutschen Raum?

Viele Grüße,
Anke
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