Gruss aus Karlsruhe
#1
Hallo Foris!

Ich bin Birgit, 57 Jahre alt, und melde mich hier ganz spontan an. Binblutige Konzertina-Anfängerin seit heute- juppiduh, endlich! Seit ich als Studentin mal ein kleines Folk-Konzert mit dem Duo "Lorbass" gesehen habe, hat mich die Konzertina fasziniert. Dann, etwa mit 35, fand ich auf einer halbprivaten Auktion spootbillig eine ältere Konzertina. Gestern nun hab ich endlich mal den Handriemen erneuert (der war nämlich gerissen) und mich auf der wunderbaren Internetseite eingelesen. Seither weiß ich, dass ich anscheinend eine Deutsche Konzertina besitze, sie ist aber nicht auf C/G sondern auf G/D gestimmt. Bei einem Ton klingt noch eine anderes Register leider mit, der Balg ist auch nicht mehr ganz 100% dicht - aber für den Anfang geht das auf jeden Fall.

Sonst spiele ich noch ein bißchen Klavier, Tastenakkordeon, Gitarre, Blockflöten, Gesang - querbeet halt. Musikmäßig bin ich an jeglicher Folk- und Weltmusik interessiert, mit dem Klavier auch an Klassischer Musik, ein Überbleibsel des früheren Klavierunterrichts:-).

Ich hab natürlich auch gleich eine wichtige Frage für den Anfang:
Spielen manche von euch mit 5 Fingern, also dass der Daumen aktiv beim Spielen beteiligt ist? Ich weiß nicht so recht, ob das von Vorteil wäre, möchte aber nun ungern anfangen zu üben und hinterher nochmal neu anfangen. Bei der steirischen Harmonika sieht man Spieler, die nur 4 Finger benützen und andere, die benützen auch den Daumen, deshalb hatte ich die Idee, ob das bei der Konzertina auch was bringt.

Auf einen guten Austausch mit euch allen!

Gruß Birgit
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#2
Tagchen, Birgit,

öhm, ich weiß gar nicht, wie ich mit dem Daumen die Knöppe erreichen könnte. Huh

Die vier Finger gehen ja durch die Handschlaufen, und der Daumen bleibt außerhalb. Auf der rechten Seite bedient er den Luftknopf, aber mehr kann ich nicht. Blush
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#3
Hallo - danke! Ich hab mich mal wieder von meiner Begeisterung mitreissen lassen. Hatte meine ganze Hand durch die (recht weiten) Schlaufen gesteckt. Dann hat man das Instrument am Handgelenk und kann alle fünf Finger zum Spielen benützen, halt so ähnlich wie beim Akkordeon, wo der Balg mit dem Handgelenk geführt wird. Kam gar nicht auf die Idee, mal bei Youtube zu schauen, was ist aber inzwischen getan habe. Hab schon die Schlaufen gekürzt und werde nun so spielen wie alle anderen auch, der Balg lässt sich nämlich so um einiges kontrollierter führen:-).
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#4
(31.01.2016, 16:06)Abeja schrieb: [...]
Seither weiß ich, dass ich anscheinend eine Deutsche Konzertina besitze, sie ist aber nicht auf C/G sondern auf G/D gestimmt. Bei einem Ton klingt noch eine anderes Register leider mit, der Balg ist auch nicht mehr ganz 100% dicht - aber für den Anfang geht das auf jeden Fall.

Hallo Abeja,

GD-Konzertinas sind praktisch, wenn man mit Geigern zusammenspielt. Die bevorzugen diese beiden Tonarten.
Tabulatur- und Gehörspieler können das Instrument wie eine CG-Konzertina benutzen. Wenn man nur ein Instrument hat, geht auch Notenspielen gut.

Mein Problem ist, dass ich in der Regel CG-Instrumente spiele, und wenn ich dann (ich bin kein guter Notenleser) auf der GD-Konzertina nach Noten spielen will, dann braucht mein Hirn manchmal länger, als es der Spielfluss zulässt, vor allem in der D-Reihe...

Zu den Mängeln deines Instruments:
Wer einigermaßen handwerklich geschickt ist darf es gerne aufschrauben. Es gibt nur ein Tabu: Finger weg von den Stimmzungen!

Mitklingende Töne: Es gibt zwei Luftsperren, die als Fehlerquelle in Frage kommen:
Ventilleder: Sie sorgen dafür, dass die Stimmzunge von der richtigen Richtung her angeblasen wird und die Stimmzungen der anderen Balgrichtung keine Luft durchlassen.
Klappen: Wenn eine Klappe nicht dicht schließt, erklingen die entsprechenden Töne in Zug und Druck mit.

Da du dieses Problem nur bei einem Ton hast, wird es wohl ein Ventilleder sein.

Gruß, Klaus
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#5
Oh super, vielen Dank für den Tipp! Die Schrauben hab ich schon gesehen und werde gelegentlich mal reinschauen, vielleicht ist es ja gar nicht so schwer zu beheben, das nervt nämlich schon ziemlich. Die Stimmzungen sind natürlich tabu, zumal die Konzertina noch ziemlich gut stimmt.

Die andere Stimmung finde ich eigentlich ganz gut, auch mit Klarinette lässt sich mit diesen Tonarten ganz gut zusammenspielen. Nur muss ich leider im Moment, solange ich noch nicht gut nach Gehör spielen kann, mit Noten und Tabulatur üben und dafür die Noten transponieren Ich möchte mich halt von Anfang an daran gewöhnen, genau das zu spielen, was dasteht. Vor allem - wer weiß, ob nicht auch mal noch ein CG-Instrument dazukommt?:-).

Falls jemand Interesse an transponierten Noten mit Tabulatur (reingeklebt) hat, ich kann die, die ich umschreibe, gerne zur Verfügung stellen.

Gruß Birgit
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#6
(01.02.2016, 20:05)Abeja schrieb: Oh super, vielen Dank für den Tipp! Die Schrauben hab ich schon gesehen und werde gelegentlich mal reinschauen, vielleicht ist es ja gar nicht so schwer zu beheben, das nervt nämlich schon ziemlich. Die Stimmzungen sind natürlich tabu, zumal die Konzertina noch ziemlich gut stimmt.

Die andere Stimmung finde ich eigentlich ganz gut, auch mit Klarinette lässt sich mit diesen Tonarten ganz gut zusammenspielen. Nur muss ich leider im Moment, solange ich noch nicht gut nach Gehör spielen kann, mit Noten und Tabulatur üben und dafür die Noten transponieren Ich möchte mich halt von Anfang an daran gewöhnen, genau das zu spielen, was dasteht. Vor allem - wer weiß, ob nicht auch mal noch ein CG-Instrument dazukommt?:-).

Falls jemand Interesse an transponierten Noten mit Tabulatur (reingeklebt) hat, ich kann die, die ich umschreibe, gerne zur Verfügung stellen.

Gruß Birgit

Hallo Birgit,
und im Sommer könntest Du mit Deiner Konzertina zum Folkcamp Zeilitzheim fahren
http://www.folkcamp.de/
denn die Engländer, die dort auch immer den Musician stellen, haben immer D/G (oder ist es G/D ??) auf ihrem Quetschen. Lustig ist es da!
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