Hallo zusammen!
#1
Hallo,
ich bin Marion von der Folk-Gruppe Sumerluft Wink
Ich bin hauptsächlich Harfenistin/Sängerin und spiele auch diverse Flöten und ab und an mal Ukulele.
Im Moment erweitern wir ein wenig unser Klang-Spektrum und ich bin Konzertina-Fan geworden und hab mir eine Hohner gekauft. Melodien krieg ich schon zusammen. Ich finde nur leider überhaupt keinen Lehrer bei uns in der Gegend und es drängen sich natürlich zig Fragen auf.
Vielleicht finde ich hier Antworten...
Z.B. mit der Begleit-Sache: Wenn ich e-Moll brauche... ich kann ja nicht ewig drücken. Wie hole ich dann zwischenzeitlich Luft?
Liebe Grüße
Marion
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#2
Geht nicht.
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#3
(27.02.2016, 18:45)Sebastian schrieb: Geht nicht.

Ja aber wie macht man es dann? Lufthol-Pause einkalkulieren und das ist halt dann so, oder?
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#4
(27.02.2016, 19:11)Sumerluft schrieb:
(27.02.2016, 18:45)Sebastian schrieb: Geht nicht.

Ja aber wie macht man es dann? Lufthol-Pause einkalkulieren und das ist halt dann so, oder?

Na ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Wie gut die passen, hängt von dem Stück ab, das du spielst. Du hast z. B. auch auf Zug alle Töne von E-Moll, z. B. auf der äußeren Reihe in der linken Hand gleich die ersten beiden Knöpfe: G-H, plus auf der inneren Reihe in der linken Hand den Knopf ganz rechts: E.

Ich kann mir aber noch nicht ganz vorstellen, was du wirklich spielst. Oder meinst du wirklich, dass du eine Minute lang einfach einen unrhythmisierten, gehaltenen E-Moll-Akkord spielen willst?
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#5
Nein, nein, nicht eine Ewigkeit lang... nur zum Beispiel...  Stimmt, auf dem Zug passt es im Grunde auch.

Ich schaue grad durch mein normales Repertoire ein bisschen durch, was so machbar ist, und einen wirklichen Plan hab ich noch nicht, welches ich mit Konzertina machen möchte.

Aber nehmen wir mal unsere Bichl-Bagage: https://www.youtube.com/watch?v=TrUrpcv4Oog
Da ist am Anfang ewig lang a-Moll gleich von Anfang an. 
Wie mach ich das, wenn ich da z.B. begleiten will. Also auf die 1 akzentuieren, das geht ja gut. Und dann? Also a-Moll geht ja auf Zug, ich starte ohne Luft, ich ziehe, ziehe und wenn die Luft nicht reicht bis zum nächsten Akkord?

Sicher eine blöde Frage, aber wie gesagt, ich hatte noch keine Konzertina in der Hand vorher, bitte um Nachsicht.
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#6
(27.02.2016, 20:05)Sumerluft schrieb: Ich schaue grad durch mein normales Repertoire ein bisschen durch, was so machbar ist, und einen wirklichen Plan hab ich noch nicht, welches ich mit Konzertina machen möchte.

Aber nehmen wir mal unsere Bichl-Bagage: https://www.youtube.com/watch?v=TrUrpcv4Oog
Da ist am Anfang ewig lang a-Moll gleich von Anfang an. 
Wie mach ich das, wenn ich da z.B. begleiten will. Also auf die 1 akzentuieren, das geht ja gut. Und dann? Also a-Moll geht ja auf Zug, ich starte ohne Luft, ich ziehe, ziehe und wenn die Luft nicht reicht bis zum nächsten Akkord?
Ah, langsam begreife ich. 'tschuldigung, dass ich erstmal auf der Leitung stand.

Es gibt wirklich ganz verschiedene Möglichkeiten, Akkordbegleitungen zu spielen. Ich selber habe das Konzertinaspielen mit der "Anweisung" (dem Höserlbarth-Tutor) gelernt. Der hat von Anfang an Akkordbegleitung dabei. Ich fand's faszinierend, weil das authentisches historisches Material ist. Andere finden's langweilig. Ich hab die Noten daraus digitalisiert, damit man sie sich mal per MIDI anhören kann. Die Mitforanten werden dich auch noch auf ihre jeweiligen Lieblingsliteratur hinweisen. Wink

Man kann z. B. auf 1 den Basston spielen (A) und auf 2, 3, 4 den Akkord ([A-]C-E). Oder die letzten beiden Viertel zu einer Halben verbinden. Oder noch anders. Die Akkordschläge kann man in der Regel eher kurz (und akzentuiert) spielen. Das spart Luft (und klingt meist besser). In der Regel ändern sich die Harmonien aber zeitig genug, sodass man die Balgrichtung wechseln kann. Auch Balgführung müssen die Hände erst lernen. Die Luftknappheit am Anfang vergeht mit der Zeit meist. Smile
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#7
(27.02.2016, 21:32)Sebastian schrieb: Man kann z. B. auf 1 den Basston spielen (A) und auf 2, 3, 4 den Akkord ([A-]C-E). Oder die letzten beiden Viertel zu einer Halben verbinden. Oder noch anders. Die Akkordschläge kann man in der Regel eher kurz (und akzentuiert) spielen. Das spart Luft (und klingt meist besser). In der Regel ändern sich die Harmonien aber zeitig genug, sodass man die Balgrichtung wechseln kann. Auch Balgführung müssen die Hände erst lernen. Die Luftknappheit am Anfang vergeht mit der Zeit meist. Smile

Was Sebastian schreibt ist alles richtig.

Vielleicht zur Ergänzung: Du kannst dir aus dem KonzertinaNetz ein kleines Programm holen (konzertina.exe), das die Töne der Akkorde auf der Konzertina anzeigt. Wenn du Am eintippst, siehst du, dass der vollständige Dreiklang nur auf Zug geht, aber die Dreiklangtöne  C und E  auch auf Druck gespielt werden können. Du kannst also auf den Zweiklang ausweichen, wenn die Arme zu kurz werden und der Balg keine Falten mehr hat.

Wenn du das mit Sebastians Tipp kombinierst: A-Bass auf Zug, und den Nachschlag C-E auf Zug oder Druck, dann kannst du ewig und drei Tage Am spielen. Aber wer will das schon?


Gruß, Klaus
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