Knopfbelegung 3. Reihe Anglo
#1
Music 
S' ist schon wieder Toffie-Fee!

Ich versuche mir gerade die Noten für die 3. Reihe der Anglo Konzertina (C/G)
mit dem sog. Wheatstone layout zu "verklaren".
Kann sein, dass es da auch noch Unterschiede gibt, die Noten, die ich aufgeschrieben habe sind zusätzlich: cis, gis dis und b.
Dabei geht es mir vor allen Dingen darum, die Noten vor Augen zu haben.
Hat mal jemand Lust, die angehängte Datei "Korretur zu gucken"?
Die Noten der C und G-Reihe habe ich aus dem KonzertinaNetz übernommen, wobei ich der Meinung bin, dass D5 rechts auf der C-Reihe e' heißen müsste.
Naja, mir schwirrt der Köpp.

Liebe Grüße Toffie-Fee, die erstmal ein bischen Theorie macht


.pdf   Anglo-Concertina-C-G..pdf (Größe: 28,37 KB / Downloads: 14)
Antworten
#2
guck mal hier. http://www.suttnerconcertinas.com/catalogue.html. Scroll nach ganz unten. Vielleicht hilft dir das weiter. Gruß
Antworten
#3
Smile 
Hallo Alexander,

vielen Dank, der link war wirklich hilfreich. Ich war zwar auf der Seite schonmal, hatte aber nur die Jeffries-Belegung mit Noten gefunden ( warum auch immer).
Das mit E-Dur war wohl offensichtlich Quatsch, zu Tönen für D-Dur ( cis ),
A-Dur ( gis ) und F-Dur ( b ) kommt ergänzend noch B-Dur ( 2b ) dazu.
Für die, die es interessiert, pack ich die ( hoffentlich richtig ) korrigierte Datei noch mit dazu.
Bis denne
Toffie-Fee


.pdf   Anglo_Concertina-2b.mscz.pdf (Größe: 28,35 KB / Downloads: 8)
Antworten
#4
(29.08.2014, 11:32)Toffie-Fee schrieb: Das mit E-Dur war wohl offensichtlich Quatsch, zu Tönen für D-Dur ( cis ),
A-Dur ( gis ) und F-Dur ( b ) kommt ergänzend noch B-Dur ( 2b ) dazu.
Das ist doch gehupft wie gesprungen: b = ais, cis = des, dis = es, gis = as und fis = ges. Die dritte Reihe ist ja gar keine echte Reihe, sondern sie enthält nur alle die Töne, die nicht schon in den ersten beiden Reihen drin sind. Das sind erstmal alle "schwarzen Tasten vom Klavier" (bis auf fis, das ist schon in der G-Reihe), also cis, dis, gis, ais (bzw. des, es, as, b, das ist das Gleiche).

Und weil dann noch ein paar Knöpfe übrig sind, liegen auf diesen übrigen Knöpfen halt die Zug-Druck-Umkehrungen, die auf den ersten beiden Reihen fehlen.

Also: Ein Klavier hat ja weiße und schwarze Tasten. Pro Oktave sieben weiße und fünf schwarze. Auf einer zweireihigen Konzertina gibt's zwar alle "weißen Tasten" und eine "schwarze" (das fis), aber es fehlen (wenn man so will) noch vier "schwarze Tasten". Die hat man dann in einer dritten Reihe noch dazugegeben. Die dritte Reihe ist aber nicht mehr als Tonart organisiert, sondern das ist halt ne Grabbelkiste, wo man mal zugreift, wenn man einen dieser Töne braucht.

Durch die Grabbelkiste der dritten Reihe stehen nun auf der Konzertina alle Töne der Oktave zur Verfügung, die auch ein Klavier hat (7 weiße + 5 schwarze = 12 Töne pro Oktave) und das Instrument ist im Prinzip vollchromatisch, das heißt, du kannst Melodien in wirklich jeder Tonart drauf spielen (C-Dur, C-Moll, Cis-Dur, Cis-Moll, ... ... ...), eben auch E-Dur (E, Fis, Gis, A, H, Cis, Dis [= Es], E).

Zusätzlich gibt's in der Grabbelkiste der dritten Reihe noch ein paar Zug-Druck-Umkehrungen. Dahinter steht folgender Gedanke: Auf den ersten beiden Reihen kannst du jeden Ton sowohl auf Druck als auch auf Zug spielen. Beispiel: c'' gibt's auf Druck auf Knopf 6 (Knopf 1 der rechten Hand) der C-Reihe und auf Zug auf Knopf 4 der G-Reihe. Nur für die Töne G und A gibt's das nicht. Das G ist in beiden Reihen auf Druck, und das A in beiden Reihen auf Zug. Weil in der Grabbelkiste der dritten Reihe noch Platz war, hat man deshalb da einen Knopf mit G auf Zug und A auf Druck belegt, sodass nun tatsächlich jeder Stammton sowohl auf Druck als auch auf Zug gespielt werden kann.

Und schließlich hat man auf den ersten und den letzten Knopf der dritten Reihe noch Ergänzungstöne gelegt, um die Lücken, die am Anfang und Ende der ersten beiden Reihen bestehen, ein bisschen aufzufüllen.

Die dritte Reihe ist eigentlich keine Reihe, sondern sie stopft nur die "Lücken" der ersten beiden Reihen. Smile
Antworten
#5
Lightbulb 
Boah menno ey,

da gibt's aber noch jede Menge Theorie für mich zu lernen!
Das mit den Zug-Druck Umkehrungen war mir schon klar.

Aber dass ich tatsächlich mit Hilfe der Grabbelkiste Melodien in jeder Tonart spielen kann, hätt' ich nicht gedacht.

Danke für dein vieles Geschreibsel, was ich noch ein bischen "verinnerlichen"
muss ( naja Theoriestunde halt ).

Bis denne
Toffie-Fee
Antworten
#6
(29.08.2014, 17:20)Toffie-Fee schrieb: Das mit den Zug-Druck Umkehrungen war mir schon klar.
Sorry. Hau mir einfach auf die Finger, wenn ich wieder mal elegisch über Selbstverständlichkeiten rede. Passiert mir leider zu oft. Sad

(29.08.2014, 17:20)Toffie-Fee schrieb: Melodien in jeder Tonart
Aber eben nur Melodien. Mit der Begleitung wird's dann zunehmend schwieriger, weil manche Töne nur auf Zug und manche nur auf Druck da sind, also nicht gleichzeitig gespielt werden können.

Aber eigentlich isset janz einfach. Das hier sind alle Töne einer Oktave, mehr gibt's nicht:

[Bild: c_1ok.gif]

Die C-Reihe entspricht den weißen Tasten (logisch).

Die G-Reihe bringt nicht viel Neues, immerhin hat sie ein fis, also die schwarze Taste zwischen f und g.

Bleiben nur noch vier schwarze Tasten übrig. Und die entsprechenden Töne hast du in der dritten Reihe. Also hast du alle Töne wo gibt und kannst alles spielen wo gibt. Also -- theoretisch. Tongue
Antworten


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste